Spruch des Tages:
„Die Person, zu der die Dinge gebracht werden, kennt nicht die Länge der Straße“
Kaum im Bett klingelte am nächsten Morgen auch schon wieder der Wecker, (Pardon, meist das Handy) da wir bereits um 07:00h los mussten, um unsere Tagesetappe nach Swakopmund zu schaffen.
Sehr herzlich war die Verabschiedung von Benny und dessen Familie, die sich die letzten 2 Tage um uns so fürsorglich gekümmert hatten.
Die Geschichten, die uns Ute unterwegs von den Farmen und den dazugehörigen Familien erzählte, waren herzzerreißend und hatten meist ein spektakulär schlechtes Ende für die Beteiligten. Sie kennt offenbar zu jeder Farm in Namibia, die genaue Historie.
Darüber hinaus begeisterte uns Ute mit Ihrem Fachwissen über die Karakal-Schafzucht sowie der Rinderzucht.
Aber auch über Soziales wie Löhne und das Krankenkassensystem wusste sie zu berichten. So gibt es keinen Mindestlohn wie bei uns und so müssen Farmarbeiter mit 1000,- Namib Dollar im Monat auskommen. Facharbeiter bekommen über 10000,- Namib $ und ein guter Koch in einer noblen Lodge oder andere Spitzenverdiener können bis zu 50.000,- Namib $ (3000,- €) verdienen.
Auch bei der Krankenversicherung gibt es noch viel zu tun: ca. 80 % der Namibier leben ohne Krankenversicherung.
Vorbei am südlichen Wendekreis (des Steinbocks) fuhren wir durch einzigartige Landschaften wie z.B. den Kuisep Canyon hindurch, wo sich zwei Deutsche 2 ½ Jahre während des 2. Weltkriegs versteckt hielten. Einen Stopp legten wir bei der sogenannten Mondlandschaft ein, daraufhin wechselte die Landschaft erneut und wir durchfuhren die Namibwüste, die langsam zum Meer hin abfällt.
In Ermangelung ordentlicher Toiletten, wurden unterwegs die Männer „in die Wüste geschickt“ um sich zu erleichtern, während sich die Frauen in die Büsche schlugen.
Das letzte Stück bis Walvis Bay fuhren wir auf einer Salzstraße, die tatsächlich aus Sand & Salz besteht. Dieser Belag ist wunderbar plan, allerdings bei Nässe (Seltenheit) auch extrem rutschig.
Nach Erreichen der Stadt besuchten wir das Kinderheim „Kids Haven“, für das unsere diesjährige Triathlonstaffel Spenden gesammelt hatte. Die Übergabe der Spenden, zu der auch noch viele Reiseteilnehmer etwas hinzu legten, war ein sehr emotionaler Moment. Bei der anschließenden Besichtigung des Kinderheims, konnte sich jeder davon überzeugen, dass unser gesammeltes Geld dort gute Verwendung finden wird.
Entlang des „Langstrandes“ ging es auf der herrlichen Küstenstraße weiter in Richtung Swakopmund. Nachdem wir das Flussbett des „Swakop“ überquert hatten ,zeigte Ute uns noch Ihr Swakopmund mit den vielen deutschen Kolonialbauten. Ein echtes Unikat in Afrika !
Das gut gelegene Beachhotel war für die nächsten 2 Nächte unser Zuhause. Für den Abend hatte Ute noch eine Überraschung parat: Wegen der Unannehmlichkeiten mit dem Bus, hatte Sie für uns noch ein Abendessen im Restaurant des Beachhotels nachverhandelt und gerne nahmen wir die Einladung an. Es war eine Freude den hervorragend zubereiten Fisch oder die köstlichen Steaks des Hauses zu genießen.
Zum Abschluss des Tages machten sich Einige noch auf den Weg zur Desert Tavern, um den obligatorischen Gin-Tonic „einzunehmen“.