Nach einem Coffee/Tea to go starteten wir auf unsere letzte Morgenpirsch. Alle waren gespannt, welche Tiere wir heute Morgen zu sehen bekommen würden. Laut Mbala wären besonders Raubkatzen am Morgen unterwegs, und das machte uns und viele andere Pirschfahrer begierig. Aber der erste Blick über den Chobe River in der schönsten Morgenröte, die man sich vorstellen kann, ließ uns erstmal alles vergessen. Wie in einem Film marschierten die Flusspferde behäbig ins Wasser – Afrika wie aus dem Bilderbuch!
Und tatsächlich kamen uns eine halbe Stunde später zwei Löwinnen und ein Löwenbaby auf der sandigen Piste entgegen. Was für majestätische Tiere! Leider hatte sich die frohe Botschaft unter den Guides schnell herumgesprochen, und immer mehr Toyotas erreichten den Ort der Begierde. Das war den Löwen dann schnell zu viel, und sie verabschiedeten sich und zogen sich ins Gebüsch zurück.
Impalas, Giraffen, Puku-Antilopen und Kudus waren danach aus nächster Nähe zu sehen, und ein Elefantenbulle kam total cool fast „hautnah” an unseren Geländewagen heran.
Nach einer kurzen Rast an der „Chobe-Safari-Autobahn” fuhren wir allmählich wieder zurück. Jetzt war Zeit, sich etwas zu erholen und die Einrichtungen des Hotels zu nutzen. Trotz seiner Größe hatte das Hotel ein schönes Ambiente und war sehr schön am Fluss gelegen.
Um 14:45 Uhr trafen wir uns, um unsere letzte Flussfahrt dieser Reise zu unternehmen.
Zuvor musste uns Valentinus über zwei gravierende Änderungen für den letzten Tag informieren: Wegen eines Krankheitsfalls, für den er einspringen musste, konnte er uns nicht bis ans Ende dieser Reise begleiten, sodass wir uns am selben Abend schon von ihm verabschieden mussten. Außerdem gab es Probleme bei der Buchung mit den Heli-Flügen an den Victoria Falls, und es war nicht sicher, ob diese wie gebucht stattfinden konnten.
Zunächst hatten wir jedoch die Gelegenheit, die Büffel-, Nilpferd- und Elefantenherden vom Fluss aus zu bestaunen. Gott sei Dank ist der Chobe ein wirklich mächtiger Fluss, der an seinem nördlichen Ufer an Namibia grenzt, und deshalb verteilte sich der Ansturm der Ausflugsboote erstaunlich gut.
Das großzügige Boot hatte zwei Decks, sodass man auch aus etwas erhöhter Position dieses Tierparadies beobachten konnte. Die Elefanten- und Büffelherden waren mit ihrem Nachwuchs da, stillten ihren Durst und nahmen ein Bad im kühlen Nass. Dazwischen Krokodile, die durchaus auch mal einen Büffel angreifen und diese deshalb die schützende Nähe zu den Elefanten suchen.
Am Ufer waren wieder Warane zu sehen und weiter landeinwärts Giraffen und Antilopen.
Sehr schön war zum Abschluss wieder der Sonnenuntergang, den wir an Bord bewunderten, und danach mussten wir uns von den wilden Tieren Afrikas endgültig verabschieden.
Aufgrund der Reklamation von Valentinus bezüglich des bescheidenen Ambientes sowie des schlechten Services am Vorabend lud uns das Hotelmanagement als Wiedergutmachung zu einem Getränk ein, und wir hatten exklusiv Tische auf der schönen Terrasse oberhalb der Feuerstelle zum Abschiedsabendessen bekommen.
Das Buffet war als Braai angerichtet, und es wurde fleißig dafür gegrillt.
Bevor es zum Gaumenschmaus ging, musste die Familie aber noch die Abschiedsrede abwarten:
Sinngemäß sei diese hier wiedergegeben:
„Wenn aus Fremden Freunde werden…”
Eine wunderschöne Reise geht langsam zu Ende, die aus unserer Reisegruppe eine sehr harmonische Familie gemacht hat.
Schweren Herzens verlassen wir das wunderschöne südliche Afrika und schauen zurück auf die einzigartige Tierwelt, die uns als Bewunderer ihrer Schönheit Zutritt gewährt hat.
Auf traumhafte Flusslandschaften mit einer atemberaubenden Schönheit zu den Abend- und Morgenstunden.
Auf die freundlichen Menschen, die das Lächeln noch nicht verlernt haben.
Das Ganze möglich gemacht haben uns nicht zuletzt Valentinus und Marius, die unermüdlich für unser Wohl gearbeitet haben!
Marius hat mit sicherer Hand den Bus um Tausende von Schlaglöchern gesteuert und den Bus gewartet und sauber gehalten. Er war immer freundlich und bei bester Laune.
Lieber Valentinus, nichts geschieht von allein: Gepäcktransport zu den Zimmern, Ausflüge koordinieren, Tischreservierungen in den Hotels oder Restaurants unterwegs – besondere Wünsche wurden erfüllt, und viel Wissenswertes über Land und Leute hast du uns erzählt.
Wir haben gespürt, wie sehr Du diesen Teil Afrikas liebst und dass Du Deinen Teil zu einer guten Zukunft beitragen willst.
Für das alles danken wir Euch!
Dazu der Spruch des Tages
Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennt
Der Abend klang dann an der Bar mit Gin Tonic aus.