Abfahrt vom Hotel: 08:00 Uhr nach Agra – 245 km
Endlich – das Highlight unserer Indienreise rückt näher und wir sind alle gespannt.
Agra liegt in Uttar Pradesh, einem sehr bevölkerungsreichen Bundesstaat.
Die Moguln haben im 17. Jh. Agra als Metropole gewählt. Sie liegt zwischen der fruchtbaren Ganges Ebene und dem Dekhan-Plateau.
Und dann sind wir endlich da – das Taj Mahal
Aber zuerst einmal ein paar Fakten:
Baubeginn: 1631
Bauzeit: 22 Jahre
Täglich kommen bis zu 70.000 Besucher. Freitags ist das Taj Mahal geschlossen.
Das Mausoleum wurde für Mumtaz Mahal, die mit 41 Jahren bei der Geburt des 14. Kindes gestorben ist, erbaut.
Sie war die Lieblingsfrau des Mogulherrschers Shah Jahan. Auch er ist im Taj Mahal neben seiner Frau beigesetzt. Das Grab von Mumtaz ist genau in der Mitte unter der Kuppel, das Grab von Shah links daneben. Es ist die einzige Asymmetrie im ganzen Gebäude.
Ursprünglich hatte Shah Jahan auch für sich ein Mausoleum gegenüber des Taj Mahal auf der Ostseite in schwarz geplant.
Um seine Bauwut zu stoppen, ließ ihn sein Sohn bis zu seinem Tod (7 Jahre) im Fort in Agra, in sehr luxuriösen Gemächern, einsperren.
Der Blick durch den Eingangstorbogen auf das berühmte Grabmal ist mystisch – wenn nur nicht die vielen tausend Menschen wären, die einem immer vor die Linse laufen.
Aber auch das mindert nicht die Ausstrahlung, die dieses Gebäude und die ganze Anlage ausübt. Es ist faszinierend und man muss es auf sich wirken lassen.
Das kann man am besten – so Dees Tipp – wenn man rechts oder links ein Stück in den Park reingeht. Hier gibt es nicht so viele Menschen und man kann in Ruhe die Atmosphäre genießen.
Nachdem das Gruppenfoto und alle einzelnen Fotos gemacht waren, haben wir uns auf den Weg zum eigentlichen Grabmal gemacht und uns in die Schlange der Wartenden eingereiht.
Obwohl man in der Grabkammer leise sein soll und keine Bilder machen darf, gibt es viele, die sich nicht daran halten und so stören die Trillerpfeifen der Aufsichtspersonen den Gesamteindruck doch gewaltig.
Wieder draußen haben wir uns das Taj Mahal näher angeschaut.
Es ist wunderschön, mit sehr kunstvollen Intarsien aus Halbedelsteinen, die in den weißen Marmor eingeklebt sind. Der Kleber ist ein Geheimrezept der Handwerker.
Dann haben wir uns an Dees Tipp erinnert und uns im Park auf eine Bank gesetzt, keine Bilder mehr gemacht und nur mal in Ruhe alles auf uns wirken lassen: die Geschichte hinter dem Bauwerk, die Ausstrahlung, das Majestätische, das Geheimnisvolle, …..
Und das ist auch der Eindruck, der – zumindest bei mir – hängen geblieben ist.
Vom Taj Mahal fuhren wir dann zu unserem Hotel, dem Clarks Shiraz in Agra, und haben den Tag ausklingen lassen.