Spruch des Tages
„ La mejor almohada es una concencia tranquilla“
„ Das beste Kopfkisten ist eine reines Gewissen“
„ Decoro vale mas que la hacienda“ (Jose Marti)
„ Anstand ist mehr wert als Vermögen“
„ El que no oye aconsejos, no llega a viejo“
„ Wer Ratschläge nicht befolgt, wird nicht alt werden“
„ El que no he hecho el amor bajo las estrellas sobre el cesped, no sabe lo que son las ormigas“
„ Wer niemals die Liebe unter den Sternen auf einem Rasen gemacht hat, kennt die Ameisen nicht“
Nachdem die Letzten das Nadelöhr Fahrstuhl im Melia Santiago hinter sich gebracht hatten, ging`s zeitig Richtung Baracoa los.
Maria erklärte uns das Gesundheitssystem von Kuba, welches sicherlich für die 3.Welt vorbildlich ist. Dementsprechend gibt es auch einen Exportschlager – kubanische Ärzte. Auch auf dem Gebiet der Gesundheitsvorsorge engagiert sich Kuba in vielen Ländern.
Eine kurze biologische Pause legten wir in Guantanamo ein, leider ohne die Möglichkeit einen Blick auf die amerikanische Militärbasis werfen zu können, da dies der enge Zeitplan nicht erlaubte. Gerne erklärte uns Maria alle Einzelheiten zur Militärbasis, so dass wir auch ohne visuellen Eindruck das Phänomen „Guantanamo“ jetzt besser verstehen konnten.
Entlang der beeindruckenden Küstenstraße machten wir noch 2 Fotostopps, bei dem Maria wieder alle Mühe hatte, Ihre „Familie“ beisammen zuhalten. Von der Küste landeinwärts kamen wir auf die spektakuläre Passstraße La Farola.
Zur Einstimmung auf dieses Highlight wurde von Mama ein Gedicht von Gabriel Garcia Marquez im Dialog mit Papa vorgetragen:
Viajar es marcharse de casa,
es dejar los amigos
es intentar volar
volar conociendo otras ramas
recorriendo caminos
es intentar cambiar.
Viajar es vestirse de loco
es decir “no me importa ”
es querer regresar.
Regresar valorando lo poco
saboreando una copa,
es desear empezar.
Viajar es sentirse poeta,
es escribir una carta,
es querer abrazar.
Abrazar al llegar a una puerta
añorando la calma
es dejarse besar.
Viajar es volverse mundano
es conocer otra gente
es volver a empezar.
Empezar extendiendo la mano,
aprendiendo del fuerte,
es sentir soledad.
Viajar es marcharse de casa,
es vestirse de loco
diciendo todo y nada con una postal,
Es dormir en otra cama,
sentir que el tiempo es corto,
viajar es regresar.
Reisen heißt das Haus zu verlassen,
die Freunde zurückzulassen.
Versuchen zu fliegen,
fliegen um andere Äste kennenzulernen.
Andere Wege zu erwandern,
zu versuchen sich zu verändern.
Reisen heißt den Mut zu haben ein bisschen verrückt zu sein.
Einmal sagen zu können:“alles ist mir scheißegal“.
Zurückkehren zu wollen und das wenige zu schätzen.
Noch einmal von vorne anzufangen.
Reisen heißt sich wie ein Poet zu fühlen,
einen Brief zu schreiben.
Jemanden umarmen zu wollen,
sich für Neues zu öffnen.
Die Ruhe zu vermissen,
sich küssen zu lassen.
Reisen heißt eine weltoffene Person zu werden.
Andere Leute kennenzulernen,
neu anzufangen.
Anzufangen die Hände auszustrecken,
von Starken zu lernen.
Einsamkeit zu fühlen.
Reisen heißt das Haus zu verlassen,
ein bisschen verrückt zu sein.
Alles und Nichts auf einer Postkarte zu sagen.
In einem fremden Bett zu schlafen,
zu fühlen, dass die Zeit fliegt.
Reisen heißt zurückzukehren
Weg von der Küste ging es dann hinein in die grandiose Bergwelt der Sierra de Plurial und den Cuchillas de Baracoa. Entlang der 120 km langen kurvenreichen und äußerst abenteuerlichen Gebirgsstraße, gab es immer wieder beeindruckende Aussichten durch den üppigen Regenwald bis hin zum Blau der karibischen See. Ein Stopp am Aussichtspunkt Alto de Cotilla wurde genutzt, um von den Bauern Obst zu kaufen und einen Ausichtspunkt zu besteigen.
Wie sich am nächsten Tag herausstellte, hatten wir mit unserer Fahrt großes Glück, da die Straße am nächsten Tag wegen eines Bergrutsches gesperrt werden musste.
Bis zum Erreichen von Baracoa ging Maria noch einmal auf die Entstehung und Entwicklung des Musikstils Son über Salsa bis hin zum Nueva Trova ein. Die Musik liegt auf Kuba ständig in der Luft und begleitete uns während der Reise auf sehr angenehme Weise.
In Baracoa angekommen, hatten wir das Gefühl hier sei alles noch ursprünglicher, die Menschen noch etwas freundlicher als zuvor. Sicher liegt das an der geographischen Lage dieser ersten Stadt Kubas, die bis zur Revolution nur per Schiff oder Flugzeug erreicht werden konnte.
Zunächst fuhren wir entlang des Melcon an der Bucht von Baracoa vorbei, um auf dem Naturwanderweg der Finca Duaba eine interessante sowie sehr unterhaltsame Führung mit dem Thema Kakao zu machen.
Nach dem Essen in der Finca besuchten wir das kleine Museum „Fort Matachin“ um danach zum heutigen Hotel „El Castillo“ (eine ehemalige Festung) zu fahren. Das Gepäck musste unterhalb in einen kleinen Lieferwagen verladen werden und wir mussten um zum Hotel zu gelangen, erst noch einem Hügel zu Fuß hochsteigen.
Oben angekommen bestaunten wir bei einem „Cuba Libre“ die Umgebung, besonders der Tafelberg El Yunque war ein beliebtes Fotomotiv.
Das wunderschöne abendliche Baracoa lockte wieder einige Musikliebhaber, sich nach dem Abendessen aufzumachen, um das Casa de la Trova zu besuchen. Es war wieder ein musikalischer Hochgenuss und so wurde zu den Klängen der Band auf der Straße getanzt, da im Lokal kein Platz mehr war.