Spruch des Tages
„Reise nicht ohne Begleiter in die Ferne“
Dieses burmesische Sprichwort bringt zum Ausdruck, wie wichtig es ist, einen guten Führer – in unserem Falle eine gute Führerin – auf einer Reise zu haben. Wir hatten mit unserer erfahrenen Phyu Phyu großes Glück das spürten wir gleich zu Beginn unserer Reise.
Die erste Nacht war für einige (die sich abends zuvor einen Besuch der Hotelbar nicht nehmen ließen) sehr kurz, da sich die Gruppe um 08:30 zur Abfahrt verabredet hatte. Während unserer Stadtrundfahrt durch Yangon erlebten wir eine Stadt im Aufbruch Richtung Moderne.
Es ging vorbei an der Sule Pagode, vielen Gebäuden aus der Kolonialzeit des britischen Empires, z.B. dem protzigen, ehemaligen Ministers Office. Es wird an allen Ecken und Enden gewerkelt und die Straßen scheinen im Verkehr zu ersticken was nicht verwunderlich ist, da sich die Einwohnerzahl in den letzten 5 Jahren verdreifacht hat.
Wir ließen unseren Bus zurück und lernten das quirlige Treiben der vielen Straßenhändler, Garküchen, Bücherständen zu Fuß kennen.
Im Trubel von Chinatown angekommen wirkte erstmal alles improvisiert und chaotisch, dennoch scheinte alles bestens zu funktionieren. Im Vergleich dazu, war der daoistische Tempel „Kheeng Hock Keong“, den wir auf unserem Weg auch sahen, wie eine Oase der Stille und Einkehr.
Die Strandstraße führte uns vorbei am legendären Strand Hotel, welches auch heute noch zu den besten Adressen der Stadt gehört, bis hin zum Central Post Office aus dem Jahre 1908.
Mit dem Bus fuhren wir weiter bis zum Königssee im Kandawgyi Park mit dem Nachbau der Königsbarke. Wir hatten einen tollen ersten Blick auf die Shwedagon Pagode dem wichtigsten buddhistischen Heiligtum Myanmars.
Bei der Kyaukhtatgyi Pagode bestaunten wir einen ca. 70 Meter langen liegenden Buddha und vollzogen zum erstenmal das „Schuhausziehritual“, da man nur barfuß die heiligen Stätten des Buddhismus betreten darf. Unsere sehr gläubige Phyu Phyu erklärte uns auf dem Rundgang vieles über ihre Religion – so zeigte Sie uns die 108 Zeichen auf den Fußsohlen des liegenden Buddhas, die die Handlungen & Symbole darstellen mit denen Buddha zur Perfektion gelangte.
Am Nachmittag besuchten wir die 99 Meter hohe Shwedagon Pagode, das wichtigste Wahrzeichen des Landes, welche auf einem 58 Meter hohen Hügel inmitten einer 6ha großen Tempelplattform die Stadt überstrahlt.
Der englische Literaturnobelpreisträger (Dschungelbuch) Rudyard Kipling beschrieb die Pagode als „das goldene Wunder am Horizont“ und jeder, der diesen magischen Ort einmal betritt, weiß was er damit gemeint hat.
Die Eindrücke, die man beim Betrachten der Gläubigen, umrahmt von den Klängen der Gongs und Glöckchen, den Gerüchen der Räucherstäbchen beim Umrunden der goldenen Pagode hat, sind nicht von dieser Welt.
Die vielen burmesischen Pilger glauben nach einer Legende daran, dass sich
in der Pagode 8 Haare des Sidharta Gautama (historischer Buddha) befinden.
Etwas ganz Besonderes waren auch die ersten Begegnungen mit den Einheimischen an der Shwedagon Pagode.
Zu unserer Überraschung hatten die Burmesen mindestens ebensoviel Spass daran, uns zu fotografieren, wie wir sie. Phyu Phyu erklärte uns, dass die Burmesen es auch als Kompliment verstehen, von uns fotografiert zu werden – „oh sie fotografieren mich, dann muss ich hübsch sein“.
Das Abendessen im versteckt gelegenen und nicht leicht zu besteigenden Restaurant „link age“ überzeugte durch einen freundlichen Service und wiederum eine gelungene Kostprobe der kulinarischen Genüße der burmesichen Küche.
Der Besuch der Hotelbar fiel kurz aus, da der Weckruf auf morgens 5 Uhr bestellt war.