Nach einem sehr guten Frühstück im schönen Protea Hotel, im angesagten Stadtviertel Melrose Arch, hatten wir am dritten Tag eine sehr lange Busfahrt vor uns, 460 km bis nach Ohrigstad, Eingang zum Krüger Nationalpark.
Sehr pünktlich ging es um 7:30 Uhr los in Richtung Blyde River Canyon. Die Fahrt dorthin war landschaftlich wunderschön und wir stoppten wohl am schönsten Ort für unseren obligatorischen Toilettengang an einer wunderbaren Raststätte. Von dort aus konnten wir bereits die ersten Tiere sehen. Zebras, Büffel und Springböcke grasten unweit weg von uns. „Gänsehaut-Feeling!“
Atemberaubend war auch, als wir die Region der Drakensberge erreichten, dass auf 2.000 Meter Höhe Eukalyptus Bäume und Rosen wuchsen.
Nach vielen weiteren Kilometern sind wir am Blyde River Canyon angekommen. Eine 26 km lange und an einigen Stellen bis zu 800 m tiefe gigantische Schlucht aus rotem Sandstein erstreckt sich vor uns. Es ist der spektakulärste Teil der nördlichen Drakensberges. Leider wurde uns dieser Blick versagt, da es so neblig dort war, dass unser Programmpunkt „God`s Window“ mit einem herrlichen Blick über die bewaldete Region ausfallen musste. Dies wollten wir am nächsten Tag noch einmal probieren. Es macht schließlich keinen Sinn 200 Treppenstufen hochzulaufen, um eine genauso dicke Nebelwand anzutreffen, wie 200 Stufen weiter unten.
Unweit entfernt wartete der nächste Programmpunkt: Bourk’s Luck Potholes. Die markanten Felsformationen wurden über Jahrmillionen durch Wasserstrudel aus dem weichen Dolomitengestein herausgewaschen. Der Name stammt vom Goldsucher Tom Bourke, der die Potholes 1870 entdeckte. Er fand geringe Mengen von Gold und wähnte sich „lucky“! Eine atemberaubende Landschaft, welche jeden sofort in seinen Bann schloss, erwartete uns. Bevor wir alle losschossen, um auf Erkundungstour zu gehen, gab es unser obligatorisches Gruppenbild und wer wollte, von dem machte ich auch gerne Fotos.
Bis auf zwei Damen, welche nicht so gut zu Fuß waren, gingen alle mit. Das ist das Schöne an der Gruppenreise, jeder kann, keiner muss. Und so warteten die Damen auf einer Bank, bis die Gruppe zurückkam.
Nun mussten wir uns beeilen, da der Eintritt zu „Three Rondavels“ nur bis 17 Uhr möglich war und die Uhr bereits 16.45 Uhr zeigte. Kurz vor 17 Uhr fuhren wir durch den Eingang durch und hatten somit das Glück genau zur „Golden Hour“ dort zu sein. Bombastische Steinkuppen, welche ihren Namen erhielten, da sie aussahen wie afrikanische Rundhütten. Die Three Rondavels erstrahlten durch den angehenden Sonnenuntergang und wir nicht minder.
Nach einer langen Busfahrt von 460 km freuten wir uns auf Hannah Game Lodge. Eine süße kleine Anlage mit einzelnen Bungalows und einem fantastischen Ausblick auf das weite Land.